Grabenloser Leitungsbau
Leitungen erneuern ohne offene Gräben
Der grabenlose Rohrleitungsbau ist eine effiziente und bewährte Methode, um Leitungen zu verlegen, zu erneuern oder zu ersetzen, ohne die Oberfläche grossflächig zu öffnen. Strassen, Plätze, Gleisanlagen oder private Grundstücke bleiben weitgehend unberührt. Das reduziert Eingriffe, verkürzt Bauzeiten und minimiert Einschränkungen für Anwohner und Verkehr.
Die Gebrüder Meier AG setzt grabenlose Verfahren gezielt dort ein, wo technische, wirtschaftliche und ökologische Vorteile entstehen. Als Komplettanbieter im Rohrleitungsbau realisieren wir Projekte im gesamten Raum Nordwestschweiz, in Zürich und im Mittelland zuverlässig aus einer Hand.
Wie funktioniert der grabenlose Leitungsbau?
Beim grabenlosen Verfahren werden neue Rohrleitungen unterirdisch eingebracht oder bestehende Leitungen saniert, ohne dass ein durchgehender Graben notwendig ist. Je nach Projekt kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, etwa gesteuerte Bohrverfahren, Rohrvortrieb oder Leitungsersatz im bestehenden Trassee.
Der Zugang erfolgt über Start und Zielgruben oder über bestehende Schächte. Die Leitung wird präzise geführt und exakt auf die vorgegebenen Höhen und Richtungen ausgerichtet. Dadurch lassen sich Hindernisse wie Strassen, Gebäude, Gewässer oder bestehende Infrastrukturen sicher unterqueren.
Diese Bauweise eignet sich besonders für sensible Bereiche, dicht bebaute Zonen sowie für Projekte mit hohen Anforderungen an Umwelt und Verkehr.
Vorteile des grabenlosen Verfahrens
Der grabenlose Rohrleitungsbau bietet zahlreiche Vorteile gegenüber konventionellen Bauweisen:
- Deutlich geringere Eingriffe in Strassen, Plätze und Grünflächen
- Reduzierte Verkehrsbehinderungen und kürzere Sperrzeiten
- Weniger Lärm und geringere Emissionen
- Kürzere Bauzeiten und planbare Abläufe
- Hohe Ausführungsgenauigkeit
- Nachhaltige Lösung durch Schonung bestehender Infrastruktur
Gerade in urbanen Gebieten, bei Kantonsstrassen oder in Wohnquartieren ist das grabenlose Verfahren eine wirtschaftliche und nachhaltige Alternative.



Einsatzbereiche im Rohrleitungsbau
Grabenlose Verfahren kommen in vielen Bereichen des Rohrleitungsbaus zum Einsatz:
- Trinkwasserleitungen
- Abwasserleitungen
- Fernwärmeleitungen
- Gasleitungen
- Elektroleitungen
- Hausanschlüsse
- Unterquerungen von Strassen, Bahnlinien und Gewässern
Wir prüfen jedes Projekt individuell und wählen das geeignete Verfahren basierend auf Bodenverhältnissen, Leitungslänge, Durchmesser und Umgebung.
Regional verankert, schweizweit erfahren
Mit Werkhöfen in Birrhard, Hettlingen, Gunzgen und Füllinsdorf sind wir regional stark verankert und flexibel im Einsatz. Unsere Teams kennen die Anforderungen von Gemeinden, Werken und Bauleitungen und setzen Projekte präzise und zuverlässig um.
Dank moderner Maschinen, gut geschultem Fachpersonal und klaren Prozessen gewährleisten wir eine sichere und termingerechte Ausführung.
Für Gemeinden, Bauleitungen und Private
Unsere Leistungen im grabenlosen Rohrleitungsbau richten sich an:
- Gemeinden und öffentliche Auftraggeber
- Bauleitungen und Ingenieurbüros
- Werke und Energieversorger
- Private Bauherrschaften
Wir begleiten Ihr Projekt von der technischen Abklärung über die Ausführung bis zur Dokumentation und Abnahme.
Die verschiedenen Verfahren im grabenlosen Leitungsbau
| Verfahren | Beschrieb |
| Richtpressung | Ein Pressgestänge wird kontrolliert in den Boden eingebracht und erlaubt präzise Leitungsführungen ohne offene Gräben. |
| Erdraketenbohrung | Eine pneumatisch betriebene Rakete verdrängt den Boden schlagend und erzeugt einen geraden Bohrkanal. |
| Spülbohrung | Das Erdreich wird mit einem Bohrkopf gelöst und durch eine Bentonit-Spülung stabilisiert, welche den Bohrkanal offenhält. |
| Imlochbohrung | Ein Stahlrohr wird mittels rotierendem Bohrwerkzeug durch den Boden vorgetrieben, während das anfallende Erdmaterial kontinuierlich abtransportiert wird. |
| Rammung | Stahlrohre werden durchschlagende Impulse in das Erdreich eingetrieben, wobei der Boden verdrängt wird. |
| Bersten | Bestehende Leitungen werden von innen aufgebrochen und gleichzeitig durch neue Rohre ersetzt, ohne den Boden zu öffnen. |
| Pflügen | Leitungen werden mithilfe eines Verlegepflugs direkt in den Boden eingebracht, ohne dass ein Graben ausgehoben wird. |
Richtpressung
Die Richtpressung ist ein grabenloses Verfahren für Leitungsquerungen mit klar definierter Trasse über mittlere Distanzen. Dabei wird das Rohr gesteuert und kontrolliert vom Startpunkt bis zum Zielpunkt vorgepresst, wodurch eine hohe Genauigkeit in der Linienführung erreicht wird.
Das Verfahren eignet sich besonders für Unterquerungen von Strassen oder Bauwerken, bei denen eine stabile und exakt geführte Verbindung erforderlich ist.
Besonderheit: Gute Steuerbarkeit und kontrollierter Vortrieb bei gleichzeitig kompakter Baustelleneinrichtung.
(bis ca. 60 m / Ø bis 200 mm)
Einsatz: Bei Querungen unter Strassen, Wegen oder kleineren Bauwerken, wenn eine präzise Linienführung bei begrenztem Bauraum erforderlich ist.
Erdraketenbohrung
Die Erdraketenbohrung ist ein einfaches und effizientes Verfahren für kurze Leitungsquerungen. Die pneumatisch betriebene Rakete verdrängt das Erdreich und schafft so den notwendigen Hohlraum für das Rohr.
Durch den unkomplizierten Einsatz eignet sich die Methode besonders für standardisierte Anwendungen und überschaubare Distanzen. Die Arbeiten können in kurzer Zeit ausgeführt werden und benötigen nur wenig Platz.
Besonderheit: Schnelle, wirtschaftliche Umsetzung ohne aufwendige Steuerungstechnik.
(bis ca. 15 m / Ø bis 132 mm)
Einsatz: Für kurze Querungen wie Gehwege, Einfahrten oder kleinere Strassen, wo eine einfache und kostengünstige Lösung gefragt ist.
Spülbohrung
Die Spülbohrung ist ein gesteuertes Bohrverfahren für längere Distanzen und anspruchsvolle Trassen. Die Bohrung wird gezielt geführt und anschliessend wird das Rohr im Rückzug eingezogen, wodurch eine durchgehende und präzise Leitungsführung entsteht.
Dank der hohen Flexibilität können auch Richtungsänderungen und komplexe Verläufe realisiert werden, was das Verfahren vielseitig einsetzbar macht.
Besonderheit: Hohe Anpassungsfähigkeit bei komplexen Trassen und längeren Distanzen.
(bis ca. 180-300 m / Ø bis 400 mm)
Einsatz: Bei längeren Leitungsführungen sowie bei Querungen von Strassen, Gewässern oder sensiblen Bereichen, wo eine flexible Trassenführung erforderlich ist.
Rammung
Die Rammung ist ein grabenloses Verfahren für Leitungsquerungen mit Stahlrohren, insbesondere bei grossen Durchmessern. Die Rohre werden mit hoher Kraft in den Boden eingetrieben, wodurch stabile Vortriebe auch unter anspruchsvollen Bedingungen möglich sind.
Das Verfahren wird vor allem dort eingesetzt, wo robuste Lösungen und hohe Tragfähigkeit gefordert sind, beispielsweise im Bereich von Verkehrswegen oder Infrastrukturbauten.
Besonderheit: Sehr robustes Verfahren für grosse Rohrdimensionen und hohe Belastungen.
(ca. 30–50 m / Ø 100–1400 mm)
Einsatz: Bei Unterquerungen von Bahnlinien, Hauptstrassen oder Dämmen sowie für Schutzrohre, wenn hohe statische Anforderungen bestehen.

